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Über 42 Millionen Mädchen sind gefährdet, weil sie nicht zur Schule gehen können


September 6, 2022    VFS

 

Das Coronavirus hat eine globale Bildungskrise herbeigeführt, unter der vor allem Mädchen und Jugendliche in den ärmsten Ländern der Welt leiden. Millionen von Kindern auf der ganzen Welt sind durch die Auswirkungen der Pandemie nicht in der Lage, in die Schulen zurückzukehren.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass 222 Millionen Kinder im schulpflichtigen Alter von der Bildungskrise betroffen sind und Unterstützung benötigen. 78 Millionen von ihnen gehen nicht zur Schule, die Mehrheit von ihnen sind Mädchen. Mehr als 42 Millionen Mädchen weltweit mussten ihre Schullaufbahn vorzeitig beenden.

Wenn Mädchen ihre Schulbildung frühzeitig abbrechen müssen, werden sie oft schon im Kindesalter zwangsverheiratet oder zur Arbeit geschickt. Das bedeutet das viel zu frühe Ende ihrer Kindheit und ein Leben ohne Bildung in Armut. Daher sind Mädchen besonders anfällig für die Folgen der Corona-Krise. Tausende von ihnen sind in Entwicklungsländern gezwungen, für einen geringen Tageslohn auf Feldern, Märkten oder im Haushalt zu arbeiten.

Jedes dritte verheiratete Mädchen auf der Welt lebt in Indien

Die Pandemie hat vor allem die Wahrscheinlichkeit von Kinderehen dramatisch erhöht. Kinderhilfsorganisationen schätzen, dass in den nächsten 10 Jahren bis zu 10 Millionen weitere Mädchen gefährdet sein werden. Heute lebt 1 von 3 verheirateten Mädchen auf der Welt in Indien. Die Mehrheit von ihnen wohnt in ländlichen Gebieten und gehört armen Familien an. Ihre Schulbildung endet meist nach der Grundschule und der Besuch weiterführender Schulen rückt für sie in weite Ferne. Obwohl sie noch keine ausreichende körperliche oder emotionale Reife erreicht haben, werden viele bereits in der Pubertät gezwungen Kinder zu gebären.

Bildung ist das nützlichste und mächtigste Instrument für Mädchen, um ihre Kindheit zu schützen und die Gefahren von Kinderarbeit, Ausbeutung, Menschenhandel, frühen Ehen und Schwangerschaften zu bannen.

Mit den Projekten unseres Programmbereiches „Bildung“ gehen wir vor Ort gegen Zwangsheirat vor und schaffen eine gerechtere Zukunft für Mädchen in Indien.
Zum Programmbereich „Bildung“: https://www.vfstiftung.de/mit-bildung-gegen-zwangsheirat-und-fuer-eine-gerechtere-zukunft/

 

Text: Fundación Vicente Ferrer in Spanien  Übersetzung: Vicente Ferrer Stiftung in Deutschland



 




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