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Vicente Ferrer Stiftung Indien

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Vicente Ferrer Stiftung Indien

 

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Vicente Ferrer Stiftung Indien


1969 nahmen Vicente und Anna Ferrer ihre Arbeit im Kampf gegen Armut in Anantapur, Indien auf. Ziel war die Verbesserung der Lebensbedingungen der am stärksten benachteiligten Menschen im ländlichen Indien. 1978 folgte die Gründung des Rural Development Trusts (Vicente Ferrer Stiftung Indien). Die langjährige Erfahrung und das umfangreiche Know-how ermöglichen heute die erfolgreiche Umsetzung von Entwicklungsprogrammen, die an die Bedürfnisse der Menschen vor Ort angepasst und mit ihnen gemeinsam erarbeitet sind. Bei der Vicente Ferrer Stiftung in Anantapur sind heute ca. 2.500 Mitarbeitende beschäftigt. Davon stammen 99% aus der Region Anantapur und 47% sind Frauen. Die Vicente Ferrer Stiftung Indien wird von Anna Ferrer und ihrem Sohn Moncho geleitet.

  Alle von der Vicente Ferrer Stiftung in Deutschland eingeworbenen Mittel werden ausschließlich für die Umsetzung der Projekte und Programme der Vicente Ferrer Stiftung in Indien eingesetzt. Wir können leider keine Projekte anderer Institutionen fördern.   

Wo wir tätig sind

Unsere Geschichte

Vicente Ferrer reist zum ersten Mal nach Mumbai, Indien. Dort arbeitet er daran, die Lebensbedingungen der armen Bauern in Manmad, Maharashtra, zu verbessern.

Vicente Ferrer, die Journalistin Anne Perry und zwei Freiwillige nehmen in Anantapur, Indien die Arbeit des kürzlich gegründeten „Rural Development Trust“ (heute Vicente Ferrer Stiftung Indien) in dem dürregefährdeten Gebiet auf.

Im Rahmen eines „Food-for-Work“-Programms werden in den nächsten fünf Jahren 10.000 Brunnen, 2.500 Häuser und 50 Ernährungszentren in Dörfern errichtet, sowie ein Leprazentrum eröffnet.

Das „Integrierte Entwicklungsprogramm“ nimmt seine Arbeit in mehr als 200 Dörfern auf. Landentwicklungsprogramme bilden Arbeiter als Bauern aus. Der Programmbereich „Gesundheit“ und die ersten Gemeinschaftsorganisationen gründen sich.

In Kalyandurg, Kuderu und Venkatampalli werden Krankenhäuser eröffnet, um den Bedürftigen Zugang zu grundlegender medizinischer Hilfe zu ermöglichen.

Der Programmbereich „Bildung“ wird gegründet, um Kindern aus armen Dorfgemeinschaften eine Schulausbildung zu ermöglichen. Zu diesem Zeitpunkt besuchen 90% von ihnen keine Grundschule.

Die Vicente Ferrer Stiftung fördert Sport- und Kulturveranstaltungen, um die Integration und Gleichstellung von Kindern und Jugendlichen in der Region Anantapur voranzubringen

Über Selbsthilfegruppen (Sanghams) arbeitet die Vicente Ferrer Stiftung zum ersten Mal direkt mit Frauen zusammen, um Frauen bei ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit zu unterstützen.

Die Vicente Ferrer Stiftung arbeitet programmatisch umfassend und intensiv mit den Eltern zusammen, damit diese ihre Kinder bis zur 10. Klasse in die Schule schicken.

Beim ersten Impfprogramm des Landes arbeitet die Vicente Ferrer Stiftung mit der indischen Regierung und UNICEF zusammen.

Während des Impfprogramms wird die Vicente Ferrer Stiftung auf Tausende Menschen mit Behinderung aufmerksam, die ein menschenunwürdiges Leben führen. Der Programmbereich „Inklusion“ wird gegründet, um diese Menschen zu unterstützen. Es bilden sich erste Sanghams (Selbsthilfegruppen).

Nach drei Jahren anhaltender Dürre wird der Programmbereich „Landwirtschaft“ gegründet, um sich für eine nachhaltige Umwelt und Landwirtschaft einzusetzen. Es wird systematisch an Themen wie Boden- und Gewässerschutz, Aufforstung sowie der Einführung des Gartenbaus gearbeitet.

In ländlichen Gebieten werden erste Sonderschulen für Kinder mit Behinderungen eingerichtet, um ihnen den Zugang zu Schulbildung zu ermöglichen.

In Kalyandurg wird die erste von vier orthopädischen und prothetischen Werkstätten eröffnet.

Aufklärungskampagnen rund um das Thema HIV werden durchgeführt.

Die Fundación Vicente Ferrer in Spanien wird gegründet, um die Projekte der Vicente Ferrer Stiftung direkt zu unterstützen und ihnen Nachhaltigkeit zu verleihen.

Der Programmbereich „Infrastruktur“ nimmt seine Arbeit auf, um die Bemühungen der indischen Regierung zu unterstützen, die Menschen von Hütten in Häuser umzusiedeln.

Es werden zwei Krankenhäuser zur Sekundärversorgung in Bathalapalli (2000) und Kalyandurg (2006) gebaut.

Die erste Kunsthandwerk-Werkstatt für Frauen mit Behinderungen wird eingerichtet. Dort werden den Frauen handwerkliche Fähigkeiten vermittelt. Die Produkte werden vor Ort und in Spanien verkauft. In den folgenden Jahren werden vier weitere Werkstätten eingerichtet.

Die Vicente Ferrer Stiftung nutzt seine 30-jährige Erfahrung in der Entwicklungsarbeit, um bei den Rehabilitations- und Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Erdbeben in Gujarat zu helfen.

Mit der Gründung des „Anantapur Sports Village“ wird die Wichtigkeit des Sports für Entwicklungsarbeit betont.

Nach dem Tsunami in Tamil Nadu und an der Küste von Andra Pradesh beteiligt sich die Vicente Ferrer Stiftung an den Not-, Rehabilitations- und Wiederaufbaumaßnahmen. In Kanekal wird ein medizinisches Grundversorgungscenter gebaut.

Mikrobewässerung sowie Sonnenkollektoren werden eingesetzt, um nachhaltige Landwirtschaft zu ermöglichen.

Ein Krankenhaus für Infektionskrankheiten (HIV und Tuberkulose) wird eingeweiht.

Vicente Ferrer, der Gründer der Vicente Ferrer Stiftung, stirbt. Über 100.000 Menschen aus der Region Anantapur, Indien und Spanien nehmen an seiner Beerdigung teil.

In Zusammenarbeit mit der indischen Regierung und weiteren Organisationen wird ein Programm zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen initiiert und ein Frauenhaus gegründet.

Die Vicente Ferrer Stiftung beginnt mit der Zusammenarbeit mit den Chenchus, einer Stammesgemeinschaft in Srisailam.

Zum ersten Mal reisen Jugendliche mit geistigen Behinderungen aus Anantapur zu den Special Olympics, um Indien zu vertreten.

Die erste Fachschule für Schulabgänger aus ländlichen Regionen wird eröffnet. Mehr als 90% der Schulabgänger, sowohl Jungen als auch Mädchen, finden nach Abschluss der Fachschule eine Anstellung.

Das Indien-für-Indien Programm wird initiiert. Im Rahmen des Programms spenden die Dorfgemeinschaften der Vicente Ferrer Stiftung einen Teil ihres Ersparten für einen gemeinsamen Zweck. Die VFS startet Partnerschaften mit indischen Unternehmen für soziale Projekte.

Beginn der Zusammenarbeit mit der Regierung von Andhra Pradesh für die Swachh Bharat Mission. Die Vicente Ferrer Stiftung baut Badezimmer und Toiletten.

Gründung der „Vicente Ferrer Foundation USA“ in Washington, zur Unterstützung und Erweiterung der Arbeit der Vicente Ferrer Stiftung.

Die Vicente Ferrer Stiftung leistet Fluthilfe in Chennai und Nellore.

„Friends of the Rural Development Trust - Vicente Ferrer“ wird in Großbritannien als gemeinnützig anerkannt und hat zum Ziel, die Programme der Vicente Ferrer Stiftung zu unterstützen.

Die Vicente Ferrer Stiftung feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Die Vicente Ferrer Stiftung Deutschland nimmt ihre Arbeit in Berlin auf.

Das Gründerpaar der Vicente Ferrer Stiftung Indien

VICENTE FERRER


(Barcelona, ​​Spanien, 9.
April 1920 - Anantapur,
Indien, 19. Juni 2009)

Vicente Ferrer trat als junger Mann dem Jesuitenorden in Spanien bei. 1952 wurde er von seinem Orden als Missionar nach Mumbai, Indien, geschickt. Von diesem Zeitpunkt an, widmete Vicente Ferrer sein Leben den Ärmsten der Armen in Indien.

Seine Arbeit erweckte jedoch auch Misstrauen und Verunsicherung in führenden Kreisen, so dass Vicente Ferrer 1968 des Landes verwiesen wurde. Über 30.000 Bauern organisierten daraufhin mit Unterstützung der intellektuellen, politischen und religiösen Eliten des Landes, einen 250 km langen Protestmarsch nach Mumbai gegen die Abschiebung.

Drei Monate später erhielt Vicente Ferrer aufgrund des persönlichen Einsatzes von Indira Gandhi ein neues Visum und ließ sich in Anantapur nieder. Dort setzte er seine Arbeit fort, um den am stärksten Benachteiligten zu helfen. 1969 verließ er den Jesuitenorden und gründete zusammen mit Anne Perry den Rural Development Trust (Vicente Ferrer Stiftung Indien).

ANNE FERRER


(Essex, UK, 1947)


Anne Perry begann 1965 als Reporterin für das indische Magazin "The Current" zu arbeiten. Drei Jahre später lernte sie Vicente Ferrer während eines Interviews kennen. Kurze Zeit darauf gab sie ihre Tätigkeit als Journalistin auf, um mit Vicente Ferrer den Kampf gegen die Armut aufzunehmen.

1970 heirateten Anne Perry und Vicente Ferrer.

Anna Ferrer ist heute die Präsidentin der Vicente Ferrer Stiftung Indien. Gemeinsam mit ihrem Sohn Moncho, der für die Programmentwicklung zuständig ist, bildet sie eine tragende Säule in der Vicente Ferrer Stiftungsfamilie.


Wir wollen die Lebensqualität der
Menschen in Indien verbessern.