Wir unterstützen Frauen in Indien durch Darlehen oder Mikrokredite dabei selbstbestimmt zu leben.
Wir unterstützen Frauen in Indien durch Darlehen oder Mikrokredite dabei selbstbestimmt zu leben.

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Zugang zu flächendeckender Gesundheitsversorgung

Für die Landbevölkerung im Südosten Indiens, insbesondere Frauen und Kinder, gibt es aufgrund langer Anfahrtswege und hoher Kosten  keine oder nur eine unzureichende  medizinische  Versorgung. 

Deshalb setzen wir uns  mit der Stiftung dafür ein, die Qualität der Gesundheitsversorgung und damit das Wohlbefinden der Menschen flächendeckend zu verbessern und leisten wir  kontinuierlich  Aufklärungs- und Präventionsarbeit.

Mit unserem Programmbereich Gesundheit bieten wir Unterstützung in sechs Bereichen an:

1. Prävention durch Bewusstseinsförderung

Unsere Präventionsarbeit hilft den Menschen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

  • Speziell geschulte Gesundheits-Helferinnen führen in den Dörfern Hausbesuche durch, sie verantworten das Nahrungsergänzungsprogramm und informieren die Menschen vor Ort über gesundheitsrelevante Themen sowie staatliche Unterstützungsmöglichkeiten.
  • Die Gesundheits-Helferinnen übernehmen in den Dörfern ebenfalls die Versorgung von Kranken sowie die Betreuung von Menschen mit chronischen Krankheiten.

2. Unterstützung für HIV- und Tuberkulose-Infizierte

Über zwei Millionen Menschen in Indien leben nach Angaben der National AIDS Control Organization (NACO) mit HIV oder AIDS. Viele wissen nicht, wie sie sich schützen können und welche Behandlungen möglich sind, so dass insbe-sondere viele HIV-infizierte Kinder früh sterben. Wir leisten hier weitreichende Präventionsarbeit.

  • Wir klären die Menschen über Symptome sowie Behandlung von HIV/AIDS und Tuberkulose auf und übernehmen die Nachsorge der Betroffenen.
  • Wir organisieren Selbsthilfegruppen (Sanghams) für infizierte Frauen und Witwen, damit sie sich untereinander austauschen können. Dort erhalten die Frauen auch Informationen über weitere Unterstützungsmöglichkeiten.
  • Wir betreiben zwei Waisenhäuser, die HIV-positiven Kindern eine entsprechende Gesund-heitsversorgung, Bildungsprogramme, psychologische Betreuung und vor allem ein Zuhause bieten.

3. Fokus Frauengesundheit

Insbesondere heranwachsende Mädchen und Frauen in ländlichen Regionen wissen oft zu wenig über gesunde Ernährung und Infektionsrisiken.

  • In Präventionsworkshops informieren wir Mädchen und junge Frauen über eine ausgewo-gene Ernährung, Körperpflege, Menstruation und die tragischen Folgen von Kinderehen und Zwangsheirat.
  • Hier können sie alle Fragen zur Familienplanung stellen und werden über Schwangerschaftsvor- und -nachsorge aufgeklärt.
  • Wir legen den Frauen eine sichere Entbindung in einem Krankenhaus nahe und versuchen, Risikoschwangerschaften zu identifizieren und den betroffenen Frauen frühzeitig zu helfen.

 

  • Zudem führen wir regelmäßige Screenings für Gebärmutterhals- und Brustkrebs durch.
  • Wir bekämpfen die enorme Verbreitung von Anämie, indem wir Betroffene mit Eisen-präparaten versorgen oder in seltenen Fällen eine Einweisung in ein Krankenhaus veranlassen.

4. Nahrungsergänzung

Viele Familien sind nicht ausreichend über den Zusammenhang von Mangelernährung und chronischen Krankheiten informiert:

  • Unser Nahrungsergänzungsprogramm richtet sich an Kinder unter fünf Jahren, Frauen vor
    und nach der Geburt, ältere Menschen sowie Menschen mit chronischen Gesundheits-problemen.
  • Im Rahmen des Programms verteilen die GBs täglich ein gekochtes Ei sowie ein nahrhaftes Getränk aus Ragipulver mit Rohrzucker. Ragi oder Fingerhirse ist sehr nahrhaft und fördert das allgemeine Wachstum sowie die Entwicklung. Außerdem erfassen die GBs monatlich das Gewicht der betroffenen Personen.

5. Mobile Kliniken auf dem Land

In abgelegenen Regionen sind unsere mobilen Kliniken im Einsatz.

  • Die mobilen Kliniken sind voll ausgestattete Krankenwagen, die in die Dörfer fahren, um auch dort eine medizinische Grundversorgung und Vorsorge sicherzustellen.
  • Die Ärztinnen und Ärzte bieten vormittags eine allgemeine Sprechstunde an und besuchen nachmittags die Schulen oder Wohnheime in der jeweiligen Region, um die Kinder dort zu untersuchen.

6. Überweisung und Nachuntersuchung

Die Menschen, die eine spezielle Versorgung benötigen, werden in die Stiftungs-Krankenhäuser überwiesen.

  • Unsere Krankenhäuser verfügen über adäquate Diagnose- oder Behandlungsmethoden.
  • Wenn Patienten, die in ländlichen Regionen leben, ihre Nachsorge aufgrund der großen Entfernung vernachlässigen, übernehmen unsere GBs die Nachsorge und Beratung.